Aktuell

Bundestagskandidat Dr. Carsten Kühl auf Informationstour durch die in.betrieb

Am Freitag, 7. April 2017, informierte sich Dr. Carsten Kühl, SPD-Bundestagskandidat für die Stadt Mainz und den Landkreis Mainz-Bingen, über die Arbeit der in.betrieb.

Bei einem Rundgang legte er besonderes Augenmerk auf die seit zwei Jahren bestehende „Liebelle – Beratungs-, Forschungs- und Bildungsstelle für Sexualität und geistige Behinderung“. Thematisiert wurden neben den Beratungsangeboten und der Forschungs- und Bildungstätigkeit auch die Anschlussfinanzierung nach Ablauf des Aktion Mensch-geförderten Projektes.

Auch die Aktenvernichtung und die Tagesförderstätte wurden im Anschluss besucht.

Feierliche Übergabe der Zertifikate im Berufsbildungsbereich der in.betrieb

Am Dienstag, 4. April 2017, verlieh die in.betrieb gGmbH in ihren Räumen in Nieder-Olm 14 Teilnehmer*innen des Berufsbildungsbereichs ein Zertifikat zum Abschluss ihrer 27-monatigen Qualifizierungszeit. Im Anschluss an die ausbildungsähnliche Qualifizierung sind sie fit für die Arbeitswelt.

In Rheinland-Pfalz gibt es seit 2014 für Absolvent*innen der Beruflichen Bildung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung Zertifikate zum Abschluss ihrer Berufsbildungszeit. Sie vermitteln den Teilnehmer*innen einerseits Anerkennung für ihre große Leistung. Zum anderen informieren die Zertifikate potenzielle Arbeitgeber über die erworbenen Qualifikationen. Damit fördern sie den Einstieg in ein geregeltes Arbeitsleben der Absolvent*innen  –  teils auch auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Zu Beginn der 27 Monate im Berufsbildungsbereich bei in.betrieb wird der Berufswunsch der Teilnehmer*innen ermittelt. Nachdem die Berufsfelder feststehen, gibt es verschiedene Optionen: Entweder sie werden praxisnah für die Arbeit in der Werkstatt ausgebildet oder bei besonderer Eignung gleich am ausgewählten Arbeitsplatz in der Werkstatt als Arbeitskraft eingesetzt. Das Angebot reicht vom Einsatz in der Küche, über die Aktenvernichtung oder Schreinerei, bis hin zur Autowaschanlage. Vor Ort absolvieren sie dort ihre Qualifizierungszeit. Auch arbeiten geeignete Teilnehmer*innen direkt in Außenarbeitsplätzen des ersten Arbeitsmarktes. Die Integrationsassistenz als Bildungsbegleiter von in.betrieb besucht und betreut sie dabei regelmäßig.

Neben der praktischen Erfahrung werden sie alle zwei Wochen ähnlich eines Berufsschultags in der Theorie unterrichtet. Daneben gibt es zwei bis drei Modulschulungen zu den entsprechenden Berufsfeldern. Vier individuell festgelegte Praktika in anderen Arbeitsbereichen stellen eine optimale Orientierung aller Teilnehmenden in der Berufswahl sicher.

 

in.betrieb als Aussteller auf der Werkstätten:Messe in Nürnberg

Vom 29. März bis 1. April 2017 fand in Nürnberg die Werkstätten:Messe statt. Da Rheinland-Pfalz in diesem Jahr im Fokus stand, haben sich dort viele Einrichtungen des Bundeslandes getroffen und ihr Angebot vorgestellt. Daneben gab es zahlreiche Fachvorträge zu aktuellen Entwicklungen im Werkstatt- und Qualifizierungsbereich.

Wir informierten an unserem Stand über unsere vollzogene Namensänderung, boten Keramik-Osterartikel sowie zum Verkauf an und stellten die Liebelle als Beratungs-, Bildungs– und Forschungsstätte vor. Zudem gab es einen Fachvortrag von Petra Hauschild, Bereichsleitung Arbeit und Sozialdienst, bei dem die Liebelle auch auf diesem Wege vorgestellt werden konnte. Das Interesse war groß.

Zum Abschluss der Messe sorgte die eab1-Band am Samstag für musikalisches Rahmenprogramm und jede Menge gute Stimmung.

Zwei Jahre Frauenbeauftragte bei in.betrieb

Was das Bundesteilhabegesetz seit Anfang 2017 vorschreibt, ist bei in.betrieb schon seit zwei Jahren fester Bestandteil der Unternehmenskultur: Am 4. März 2015 wurden zwei Frauenbeauftragte in den Werkstätten für behinderte Menschen ernannt.

Ruth Sartor und Silke Köchling, beide Beschäftigte der Werkstätten, hatten sich sofort um die ehrenamtliche Aufgabe beworben. In den ersten Monaten arbeiteten sie sich zunächst in die Thematik ein, u.a. in Ausbildungsgängen bei Weibernetz e.V. und dem Zentrum für selbstbstimmtes Leben (ZSL).
Bei in.betrieb werden die Frauenbeauftragten von Michéle Nagel, Assistentin der Bereichsleitung Arbeit und Sozialdienst, unterstützt. Sie hilft ihnen beim Schreiben von Texten und der Vor- und Nachbereitung ihrer Arbeit. Zusammen reflektieren die drei Frauen die Arbeit der Frauenbeauftragten, und Nagel hilft mit Informationen, wenn Sartor und Köchling einmal nicht weiter wissen.

Wichtigste Aufgabe in der Anfangsphase war, ein Bewusstsein unter den Beschäftigten für das spezielle Angebot zu schaffen. Dazu wurde ein regelmäßiges Treffen, genannt Frauencafé, eingerichtet. Es findet großen Zuspruch, die Frauen kommen aus allen Bereichen der Werkstatt. Sie lernen die Arbeit der Frauenbeauftragten kennen und treffen Kolleginnen, zu denen sie im Berufsalltag wenig oder gar keinen Kontakt haben.
„Wir arbeiten viel mit Beispielen“, erklärt Ruth Sartor. „Die meisten Frauen hier wissen vorher nicht, um welche besonderen Probleme wir uns kümmern. Aber dann fallen ihnen gleich viele Dinge ein, die sie besprechen wollen.“ Ärger im Umgang mit Kollegen, Stress mit dem Partner, Einsamkeit, der Wunsch nach der Betreuung durch eine Frau – die Anliegen sind vielfältig.

Das Beratungsangebot bei in.betrieb sei an sich sehr gut ausgebaut, betont Michéle Nagel, gehört es doch zu den Kernaufgaben einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Der große Unterschied jedoch bestehe darin, dass die Frauenbeauftragten aus der Mitte der Beschäftigten stammen. „Wir haben hier eine Beratungssituation unter behinderten Menschen, während wir im regulären Angeot immer die Situation ‚Fachkraft berät Menschen mit Behinderung’ haben.“

Ruth Sartor und Silke Köchling gehen jeder Anfrage und Bitte um Unterstützung nach – egal, ob das Anliegen privater oder beruflicher Natur ist, und unabhängig davon, ob es frauenspezifisch ist. „Die Funktion ‚Frauenbeauftrage’ ist bei uns auch ein Bildungsthema“, zieht Michéle Nagel Bilanz. „Je mehr Frauen mit Behinderung über ihre Rechte lernen, desto selbstbewusster werden sie und desto besser können sie sich selbst für ihre Belange einsetzen – und das ist ein wichtiges Ziel für eine Frauenbeauftragte.“

Petra Hauschild, Bereichsleiterin Arbeit und Sozialdienst, begrüßt es, dass Frauenbeauftragte in den Werkstätten nun vorgeschrieben sind. Sie hofft, in Zukunft Frauenbeauftragte untereinander zu vernetzen, damit sie vom Erfahrungsaustausch profitieren können.

 

Nachhaltige Zusammenarbeit gefestigt: in.betrieb und Werner & Mertz schließen Dienstleistungsvertrag ab

Wenn sich zwei Mainzer Unternehmen mit besonderem Anspruch zusammentun, kann nur Gutes herauskommen. So geschehen Anfang 2017 mit der vertraglich besiegelten Auftragsvergabe der Werner & Mertz GmbH an die in.betrieb gGmbH. Rund 120 Mitarbeiter/innen mit Behinderung werden auch in Zukunft Nachfüllpacks für Raumerfrischer der beliebten Marke Frosch zusammenstellen und verpacken. Für 2017 sind drei Millionen Einheiten angestrebt, was einen Umsatz von deutlich über 400.000 Euro bedeutet. Auch die Lagerung der fertigen Produkte übernimmt die in.betrieb seit diesem Jahr.

Damit platziert Werner & Mertz den derzeit größten Auftrag bei in.betrieb, dem Mainzer Sozialunternehmen, das bis vor kurzem unter dem Namen Werkstatt für behinderte Menschen firmierte.
„Die Zusammenarbeit mit Werner & Mertz ist für uns enorm wichtig, weil sie die Grundlage für eine kontinuierliche Auslastung unserer Werkstätten darstellt und so Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung garantiert“, betont in.betrieb-Geschäftsführer Michael Huber. Zudem könnten hierbei auch Menschen eingesetzt werden, die einen etwas höheren Hilfebedarf haben, erklärt er weiter.

Für Werner & Mertz gehört der soziale Aspekt zur Firmenphilosophie. Mit seinen Markenprodukten zur Reinigung und Pflege im Haushalt setzt das Familienunternehmen seit Jahren ökologische Maßstäbe. Um in Fragen der Nachhaltigkeit glaubhaft zu sein, müsse diese konsequent im eigenen Handeln umgesetzt werden, ist Reinhard Schneider, geschäftsführender Gesellschafter, überzeugt: „Mehr und mehr Verbraucher wollen wissen, unter welchen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen Produkte hergestellt werden.“

Für Thomas Großer, Werksleiter Mainz, und Thomas Kramer, Koordinator der Betriebsdatenerfassung, war vor allem die mehr als zufriedenstellende Arbeit der in.betrieb-Beschäftigten ausschlaggebend für die Auftragsverlängerung. „Bei in.betrieb wird mit größter Sorgfalt, professionell und absolut zuverlässig gearbeitet“, sind sie sich einig.
„Die Steuerung dieses Auftrags ist eine Herausforderung für uns, der wir uns gerne stellen“, versichert Michael Huber. „Der Dienstleistungsvertrag gibt uns Sicherheit, und er untermauert die langjährige und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Werner & Mertz, für die wir sehr dankbar sind.“

Startschuss für den zweiten IHK-zertifizierten Lehrgang "Praktiker/in in sozialen Einrichtungen" gefallen

Am Montag, 30. Januar 2017, beginnt der zweite IHK-Lehrgang "Praktiker/in in sozialen Einrichtungen" in der in.betrieb. Das Praxistraining orientiert sich an der dualen Ausbildung des ersten Arbeitsmarktes und dauert 8 Monate. An zwei Tagen in der Woche vermitteln erfahrene Fachkräfte den Teilnehmer/innen die theoretischen Grundlagen von Kitas bzw. Altenhilfeeinrichtungen. An den übrigen Tagen arbeiten sie in einer festen Praxiseinrichtung nach einem individuellen Bildungsplan. Ein vierwöchiges Blockpraktikum ermöglicht den Einblick in die jeweils andere Fachrichtung.

Erstmals steht das Praxistraining auch Interessent*innen außerhalb der in.betrieb offen.

Wir wünschen allen neuen Teilnehmer*innen viel Erfolg!