Aktuell

Zwei Jahre Frauenbeauftragte bei in.betrieb

Was das Bundesteilhabegesetz seit Anfang 2017 vorschreibt, ist bei in.betrieb schon seit zwei Jahren fester Bestandteil der Unternehmenskultur: Am 4. März 2015 wurden zwei Frauenbeauftragte in den Werkstätten für behinderte Menschen ernannt.

Ruth Sartor und Silke Köchling, beide Beschäftigte der Werkstätten, hatten sich sofort um die ehrenamtliche Aufgabe beworben. In den ersten Monaten arbeiteten sie sich zunächst in die Thematik ein, u.a. in Ausbildungsgängen bei Weibernetz e.V. und dem Zentrum für selbstbstimmtes Leben (ZSL).
Bei in.betrieb werden die Frauenbeauftragten von Michéle Nagel, Assistentin der Bereichsleitung Arbeit und Sozialdienst, unterstützt. Sie hilft ihnen beim Schreiben von Texten und der Vor- und Nachbereitung ihrer Arbeit. Zusammen reflektieren die drei Frauen die Arbeit der Frauenbeauftragten, und Nagel hilft mit Informationen, wenn Sartor und Köchling einmal nicht weiter wissen.

Wichtigste Aufgabe in der Anfangsphase war, ein Bewusstsein unter den Beschäftigten für das spezielle Angebot zu schaffen. Dazu wurde ein regelmäßiges Treffen, genannt Frauencafé, eingerichtet. Es findet großen Zuspruch, die Frauen kommen aus allen Bereichen der Werkstatt. Sie lernen die Arbeit der Frauenbeauftragten kennen und treffen Kolleginnen, zu denen sie im Berufsalltag wenig oder gar keinen Kontakt haben.
„Wir arbeiten viel mit Beispielen“, erklärt Ruth Sartor. „Die meisten Frauen hier wissen vorher nicht, um welche besonderen Probleme wir uns kümmern. Aber dann fallen ihnen gleich viele Dinge ein, die sie besprechen wollen.“ Ärger im Umgang mit Kollegen, Stress mit dem Partner, Einsamkeit, der Wunsch nach der Betreuung durch eine Frau – die Anliegen sind vielfältig.

Das Beratungsangebot bei in.betrieb sei an sich sehr gut ausgebaut, betont Michéle Nagel, gehört es doch zu den Kernaufgaben einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Der große Unterschied jedoch bestehe darin, dass die Frauenbeauftragten aus der Mitte der Beschäftigten stammen. „Wir haben hier eine Beratungssituation unter behinderten Menschen, während wir im regulären Angeot immer die Situation ‚Fachkraft berät Menschen mit Behinderung’ haben.“

Ruth Sartor und Silke Köchling gehen jeder Anfrage und Bitte um Unterstützung nach – egal, ob das Anliegen privater oder beruflicher Natur ist, und unabhängig davon, ob es frauenspezifisch ist. „Die Funktion ‚Frauenbeauftrage’ ist bei uns auch ein Bildungsthema“, zieht Michéle Nagel Bilanz. „Je mehr Frauen mit Behinderung über ihre Rechte lernen, desto selbstbewusster werden sie und desto besser können sie sich selbst für ihre Belange einsetzen – und das ist ein wichtiges Ziel für eine Frauenbeauftragte.“

Petra Hauschild, Bereichsleiterin Arbeit und Sozialdienst, begrüßt es, dass Frauenbeauftragte in den Werkstätten nun vorgeschrieben sind. Sie hofft, in Zukunft Frauenbeauftragte untereinander zu vernetzen, damit sie vom Erfahrungsaustausch profitieren können.

 

Nachhaltige Zusammenarbeit gefestigt: in.betrieb und Werner & Mertz schließen Dienstleistungsvertrag ab

Wenn sich zwei Mainzer Unternehmen mit besonderem Anspruch zusammentun, kann nur Gutes herauskommen. So geschehen Anfang 2017 mit der vertraglich besiegelten Auftragsvergabe der Werner & Mertz GmbH an die in.betrieb gGmbH. Rund 120 Mitarbeiter/innen mit Behinderung werden auch in Zukunft Nachfüllpacks für Raumerfrischer der beliebten Marke Frosch zusammenstellen und verpacken. Für 2017 sind drei Millionen Einheiten angestrebt, was einen Umsatz von deutlich über 400.000 Euro bedeutet. Auch die Lagerung der fertigen Produkte übernimmt die in.betrieb seit diesem Jahr.

Damit platziert Werner & Mertz den derzeit größten Auftrag bei in.betrieb, dem Mainzer Sozialunternehmen, das bis vor kurzem unter dem Namen Werkstatt für behinderte Menschen firmierte.
„Die Zusammenarbeit mit Werner & Mertz ist für uns enorm wichtig, weil sie die Grundlage für eine kontinuierliche Auslastung unserer Werkstätten darstellt und so Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung garantiert“, betont in.betrieb-Geschäftsführer Michael Huber. Zudem könnten hierbei auch Menschen eingesetzt werden, die einen etwas höheren Hilfebedarf haben, erklärt er weiter.

Für Werner & Mertz gehört der soziale Aspekt zur Firmenphilosophie. Mit seinen Markenprodukten zur Reinigung und Pflege im Haushalt setzt das Familienunternehmen seit Jahren ökologische Maßstäbe. Um in Fragen der Nachhaltigkeit glaubhaft zu sein, müsse diese konsequent im eigenen Handeln umgesetzt werden, ist Reinhard Schneider, geschäftsführender Gesellschafter, überzeugt: „Mehr und mehr Verbraucher wollen wissen, unter welchen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen Produkte hergestellt werden.“

Für Thomas Großer, Werksleiter Mainz, und Thomas Kramer, Koordinator der Betriebsdatenerfassung, war vor allem die mehr als zufriedenstellende Arbeit der in.betrieb-Beschäftigten ausschlaggebend für die Auftragsverlängerung. „Bei in.betrieb wird mit größter Sorgfalt, professionell und absolut zuverlässig gearbeitet“, sind sie sich einig.
„Die Steuerung dieses Auftrags ist eine Herausforderung für uns, der wir uns gerne stellen“, versichert Michael Huber. „Der Dienstleistungsvertrag gibt uns Sicherheit, und er untermauert die langjährige und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Werner & Mertz, für die wir sehr dankbar sind.“

Startschuss für den zweiten IHK-zertifizierten Lehrgang "Praktiker/in in sozialen Einrichtungen" gefallen

Am Montag, 30. Januar 2017, beginnt der zweite IHK-Lehrgang "Praktiker/in in sozialen Einrichtungen" in der in.betrieb. Das Praxistraining orientiert sich an der dualen Ausbildung des ersten Arbeitsmarktes und dauert 8 Monate. An zwei Tagen in der Woche vermitteln erfahrene Fachkräfte den Teilnehmer/innen die theoretischen Grundlagen von Kitas bzw. Altenhilfeeinrichtungen. An den übrigen Tagen arbeiten sie in einer festen Praxiseinrichtung nach einem individuellen Bildungsplan. Ein vierwöchiges Blockpraktikum ermöglicht den Einblick in die jeweils andere Fachrichtung.

Erstmals steht das Praxistraining auch Interessent*innen außerhalb der in.betrieb offen.

Wir wünschen allen neuen Teilnehmer*innen viel Erfolg!

Infoveranstaltung "Fit für soziale Einrichtungen" gut besucht

Am Montag, 16. Januar 2017, fand die Infoveranstaltung "Fit für soziale Einrichtungen - Menschen mit Behinderung unterstützen Fachpersonal in Altenheimen und Kitas" in der in.betrieb statt. Dabei wurden die Inhalte des IHK- Zertifizierungslehrgangs "Praktiker/in in sozialen Einrichtungen" sowie grundsätzliche Möglichkeiten und Zwischenschritte der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in sozialen Einrichtungen dargestellt. Außerdem informierte die in.betrieb über die Bereitstellung eines Außenarbeitsplatzes mit Anbindung an die Werkstatt, über Teilzeit- bzw. kombinierte Lösungen sowie über die guten Möglichkeiten der Bezuschussung von Lohnkosten bei einer Einstellung im Rahmen des „Budget für Arbeit“.
Auch wurde von den Erfahrungen aus dem im Juni 2016 beendeten ersten Zertifizierungslehrgangs berichtet und der Mehrwert für soziale Einrichtungen anschaulich beschrieben.

Der Imagefilm ist da!

Wir freuen uns, Ihnen nun unseren Imagefilm vorstellen zu dürfen, in dem sich die in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration mit all ihren Unternehmensbereichen vorstellt. Sie finden ihn unter der Rubrik "Aktuell" auf unserer Startseite! Viel Spaß beim Anschauen!

 

 

summ! Imkern mit Mehrwert bei in.betrieb

Am Mittwoch, 21.12.2016, war der Imker-Pate Martin Stock zu Besuch bei den in.betrieb-Bienen. Michael Huber bedankte sich herzlich bei ihm für sein großes Engagement und übergab ein kleines Präsent.

Seit Ende April 2016 unterstützt er Sarah Alt und Bettina Dittmar tatkräftig beim Bienenprojekt der in.betrieb gGmbH und gibt ihnen gerne sein Wissen weiter. Zwei Bienenvölker werden seitdem gehegt und gepflegt, so dass bereits der erste Honig erzeugt werden konnte.